Barrierefreie Website gestalten: Die 10-Schritte-Checkliste für mehr digitale Teilhabe.
Barrierefreiheit ist kein Trend – sondern ein Muss. 🧠💡
Ob Behörde, E-Commerce oder Personal Brand: Wenn deine Website nicht für alle nutzbar ist, schließt du potenzielle Kund:innen aktiv aus – und schadest deiner Sichtbarkeit.
Fast 8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer schweren Behinderung – und unzählige weitere mit temporären oder kognitiven Einschränkungen. Barrierefreie Websites ermöglichen ihnen den Zugang zum digitalen Alltag – und dir bessere Rankings, UX und Conversion Rates.
👉 Hier kommen die 10 wichtigsten Punkte, auf die du beim Thema digitale Barrierefreiheit achten solltest – strukturiert, verständlich & praxisnah.

1. Kenne deine Pflicht: Gesetze & Richtlinien.
Ab 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) – und das betrifft nicht nur Behörden. Auch viele Unternehmen sind verpflichtet, ihre Website barrierefrei zu gestalten (ab 10 Mitarbeitenden oder 2 Mio. € Umsatz).
Relevante Richtlinien:
- BITV 2.0 (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung)
- WCAG 2.1 (Web Content Accessibility Guidelines)
- EAA (European Accessibility Act)
💡 Wichtig: Auch ohne gesetzliche Pflicht ist Barrierefreiheit ein echter UX- und SEO-Vorteil.
2. Mach eine Bestandsaufnahme.
Wie barrierefrei ist deine Website aktuell wirklich? Finde es heraus – am besten mit einem Mix aus Tools & echten Tests.
Tools für den Schnell-Check:
- WAVE Accessibility Tool
- Contrast Checker
- Screenreader-Test mit NVDA oder VoiceOver
👉 Lass auch echte Nutzer:innen mit Einschränkungen testen oder hol dir Unterstützung von Profis.
3. Responsives & flexibles Design.
Eine barrierefreie Website muss auf allen Geräten gut funktionieren – von Smartphone bis Bildschirmleser.
Dazu gehört:
- Responsive Design (automatische Anpassung ans Gerät)
- Flexible Schriftgrößen (skalierbar)
- Layout-Elemente mit klarer Struktur
💡 Tipp: Nutze ARIA-Labels für Screenreader – so bleibt dein Inhalt auch „unsichtbar“ verständlich.
4. Bedienung nur mit Tastatur ermöglichen.
Nicht jeder kann Maus oder Touchpad nutzen. Deine Seite sollte komplett mit der Tastatur steuerbar sein – vom Menü bis zum Formular.
Achte auf:
- logische Navigation
- klare Tab-Reihenfolge
- sichtbare Fokus-Stati (z. B. hervorgehobene Buttons)
5. Cookie-Banner? Ja. Aber barrierefrei.
Viele Cookie-Banner blockieren die komplette Seite – und sind weder per Tastatur noch per Screenreader zugänglich.
Mach’s besser:
- statische Position statt Overlay
- klare Struktur & Buttons
- Screenreader-kompatibel
💡 Dein Cookie-Banner ist das Erste, was Besucher sehen. Mach es funktional & zugänglich.
6. Alt-Texte für Bilder & Medien,
Bilder, Grafiken oder Videos müssen auch für blinde oder sehbehinderte Nutzer:innen erfassbar sein.
Checkliste:
- Alt-Texte für jedes Bild (nicht zu lang, nicht zu kurz)
- Untertitel für Videos
- Transkripte für Podcasts oder Audio
👉 Alt-Texte helfen auch deinem SEO – also doppelter Win!

7. Kontraste & Farbwahl anpassen.
Farben mit schwachem Kontrast (z. B. hellgrau auf weiß) sind schwer lesbar – nicht nur für Menschen mit Sehbehinderungen.
✅ Mindestkontrast: 4,5:1 für normalen Text
✅ Kein Rot-Grün allein zur Unterscheidung
✅ Unterstützung durch Symbole oder Text
Tools wie der Contrast Checker helfen dir, die ideale Farbkombi zu finden.
8. Formulare barrierefrei gestalten.
Formulare sind oft Conversion-Killer, wenn sie nicht barrierefrei sind. Achte auf:
- eindeutige Beschriftungen
- logische Reihenfolge
- Hilfetexte für Felder
- Tastaturbedienung
Und bitte: Keine Pflichtfelder ohne Hinweis! 🔔
9. Multimedia-Inhalte inklusiv machen.
Nicht jeder kann hören, sehen oder lesen. Deshalb solltest du Multimedia-Elemente wie folgt ergänzen:
- Videos mit Untertiteln oder Audiodeskription
- Podcasts mit Transkript
- Bilder mit alternativer Bildbeschreibung
💡 Notfalls reicht eine kurze Textzusammenfassung – besser als gar nichts.
10. Klar & verständlich schreiben.
Barrierefreiheit bedeutet auch: Verständliche Sprache.
Mach’s einfach:
✅ Kurze Sätze
✅ Keine unnötigen Fremdwörter
✅ Keine verschachtelten Monster-Absätze
✅ Abkürzungen erklären
💡 Tipp: Stell dir vor, du erklärst es einem 14-Jährigen – so verständlich sollte dein Text sein.
Fazit: Barrierefreiheit ist keine Option – sie ist digitale Verantwortung.
Barrierefreiheit bedeutet nicht, auf Design zu verzichten – sondern, bewusst zu gestalten. Für mehr Inklusion, mehr Reichweite und mehr Performance.
Mit dieser 10-Schritte-Checkliste bist du auf dem richtigen Weg, deine Website zugänglich für alle zu machen – und gleichzeitig dein Google-Ranking zu verbessern.
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